~ Gedanken über die Welt ~

Beiträge mit Schlagwort ‘Südeuropa’

„Ein Gesetz für solidarische Ökonomie“

Wirtschaft geht auch solidarisch!

„Ein Gesetz für solidarische Ökonomie, u.a in Griechenland“

Veröffentlicht am 20. Juni 2017 von georgbrzoska.

Artikel von Margarita Tsomou aus OXI, Juni 2017.

Margarita Tsomou ist Mitherausgeberin des „Missy Magazine“, Kulturarbeiterin und Aktivistin zwischen Deutschland und Griechenland.“

„Seit Jahren befindet sich die griechische Gesellschaft in Transformation – neben Verzweiflung und Arbeitslosigkeit jedoch, hat die Krise auch neue Prozesse angestoßen: in den letzten 5 Jahren ist im Land eine beeindruckende Konjunktur graswurzelbasierter Solidaritätsinitiativen zu beobachten – es boomen die unentgeltlichen Tauschnetzwerke, die Umsonstmärkte, der ökologische Selbstanbau, die Kooperativbetriebe und Selbsthilfenetzwerke.
Lange handelte es sich um ein Feld, das aus inoffiziellen Zusammenschlüssen kleiner und mittlerer Kollektive bestand, die weder eine Rechtsform hatten noch in einen institutionalisierten Rahmen eingeordnet waren. Im Laufe der letzten Jahre jedoch sind diese Initiativen zu dem angewachsen, was man gemeinhin den „dritten Sektor“ nennt: nun beginnt man sich zu professionalisieren und Pionierarbeit zu leisten für den Aufbau der sogenannten SSE (Social Solidarity Economies) – der sozialen Ökonomien, die mittlerweile offiziell 10% des europäischen Wirtschaftsvolumens ausmachen.“

griechenlandsolidarität

Artikel von Margarita Tsomou aus OXI, Juni 2017

margarita_tsomou Foto: privat

„Seit Jahren befindet sich die griechische Gesellschaft in Transformation – neben Verzweiflung und Arbeitslosigkeit jedoch, hat die Krise auch neue Prozesse angestoßen: in den letzten 5 Jahren ist im Land eine beeindruckende Konjunktur graswurzelbasierter Solidaritätsinitiativen zu beobachten – es boomen die unentgeltlichen Tauschnetzwerke, die Umsonstmärkte, der ökologische Selbstanbau, die Kooperativbetriebe und Selbsthilfenetzwerke.
Lange handelte es sich um ein Feld, das aus inoffiziellen Zusammenschlüssen kleiner und mittlerer Kollektive bestand, die weder eine Rechtsform hatten noch in einen institutionalisierten Rahmen eingeordnet waren. Im Laufe der letzten Jahre jedoch sind diese Initiativen zu dem angewachsen, was man gemeinhin den „dritten Sektor“ nennt: nun beginnt man sich zu professionalisieren und Pionierarbeit zu leisten für den Aufbau der sogenannten SSE (Social Solidarity Economies) – der sozialen Ökonomien, die mittlerweile offiziell 10% des europäischen Wirtschaftsvolumens ausmachen.

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U.a. „Macht ohne Kontrolle – Die Troika“ – Was passierte mit Griechenland im Namen der Troika? Interessante Dokus von Wirtschaftsjournalist und Bestsellerautor Harald Schumann!

troikaIch habe hier zwei Dokus herausgesucht, welche beide vom Wirtschaftsjournalisten und Bestsellerautor Harald Schumann stammen, die haargenau aufzeigen, was beispielsweise mit südeuropäischen „Krisenländern“ wie Griechenland im Namen der sogenannten Troika passiert und wohin die Steuergelder, UNSER(!) Geld tatsächlich fließen, wenn mal wieder Banken gerettet werden müssen, so wie damals, in der Weltwirtschaftskrise 2007 und 2008…

Nun zu den Dokus: 🎬

Doku 1:

„Macht ohne Kontrolle – Die Troika“:

Macht ohne Kontrolle – Die Troika (Deutsche Version), Arte-Sendung am 24.03.15: „MACHT OHNE KONTROLLE – DIE TROIKA“ – ein Film von Harald Schumann & Arpad Bondy. Ab Minute 15:15: „Griechenland wurde für die Stabilität des globalen Finanzmarktes geopfert.“

Minute 1:17:25: „Ein paar Leute haben mit diesen Transaktionen Milliarden verdient.“

„Nach seinem preisgekrönten Film „Staatsgeheimnis Bankenrettung“ geht der Wirtschaftsjournalist und Bestseller-Autor Harald Schumann erneut einer brisanten Frage auf den Grund: Was passiert mit Europa im Namen der Troika? Beamte aus den drei Institutionen IWF, EZB und Europäischer Kommission – der Troika – agieren ohne parlamentarische Kontrolle. Sie zwingen Staaten zu Sparmaßnahmen, die das soziale Gefüge gefährden und tief in das Leben von Millionen Menschen eingreifen. Harald Schumann reist nach Irland, Griechenland, Portugal, Zypern, Brüssel und in die USA, und befragt Minister, Ökonomen, Anwälte, Bänker, Betroffene. „Wer Geld hat, lebt, wer kein Geld hat, stirbt.“, sagt der Arzt Georgios Vichas. Er leitet eine Freiwilligen-Klinik in Athen, während staatliche Krankenhäuser leer stehen müssen. Eine Begrenzung der Ausgaben im Gesundheitswesen führte dazu, dass rund ein Viertel der Bevölkerung keine Krankenversicherung mehr hat und über 200 Kliniken landesweit geschlossen wurden. Genauso absurd wie die Gesundheitspolitik ist die Mindestlohnpolitik, die die Troika den verschuldeten Ländern abverlangt. Dass Sparen so nicht funktionieren kann, erklärt der Nobelpreisträger Paul Krugman. Die Armen werden ärmer und die Reichen reicher. Ist das Europas Politik? Leidenschaftlich fordert Harald Schumann mehr Transparenz und Verantwortung für ein soziales Europa. Dafür nimmt er seine Zuschauer mit auf eine packende Recherchereise, bei der er dem Ursprung und den Auswirkungen konkreter Entscheidungen der Troika auf den Grund geht.“

▶▶▶ https://www.youtube.com/watch?v=Sw3gdliKYBM&t=5s

Und Doku Nummer 2:

„Es ist unser Geld, dass hier ausgegeben wird um schlecht wirtschaftenden Banken ihre Gewinne zu erhalten. Der Steuerzahler zahlt die privaten Schulden der Banken und wird dafür noch von den Bankenmanagern ausgelacht, wie kürzlich bei mitgeschnittenen Gesprächen von Führungskräften der Anglo Irish Bank ans Tageslicht kam. Staatsgeheimnis Bankenrettung zusätzliches Hintergrundmaterial: Drei Jahre „Griechenland – Rettung“: 77% flossen in Finanzsektor. Bericht von Attac:

—> http://www.attac-netzwerk.de/was-laeuft/neuigkeiten/detailansicht/datum/2013/06/17/griechenland-rettung-77-prozent-flossen-in-finanzsektor/

Genaue Aufstellung von Attac Österreich:

—> http://www.attac.at/uploads/media/hintergrundmaterial_bailout_deutsch.pdf

Inhalt: 50 Milliarden Euro in Griechenland, 70 Milliarden Euro in Irland, 40 Milliarden Euro in Spanien – ein Eurostaat nach dem anderen sieht sich gezwungen, seine Banken mit gigantischen Summen zu stützen, um damit die Verluste auszugleichen, die den Geldhäusern aus faulen Krediten entstanden sind. Aber wohin gehen die Milliarden eigentlich? Wer sind die Begünstigten? Mit dieser einfachen Frage reist der preisgekrönte Wirtschaftsjournalist und Sachbuchautor Harald Schumann quer durch Europa und bekommt verblüffende Antworten. Die Geretteten sitzen – anders als häufig vermittelt und von vielen angenommen wird – nicht in den ärmeren Eurostaaten, sondern hauptsächlich in Deutschland und Frankreich. Ein großer Teil des Geldes landet nämlich bei den Gläubigern der Banken, die gerettet werden wollen oder müssen. Und obwohl diese Anleger offenkundig schlecht investiert haben, werden sie – entgegen aller Logik der freien Marktwirtschaft – auf Kosten der Allgemeinheit vor jeglichen Verlusten geschützt. Warum ist das so? Wer bekommt das Geld? Eigentlich simple Fragen, die aber den Kern der europäischen Identität berühren.“

▶▶▶ https://www.youtube.com/watch?v=3lP6DbIfeVo&t=48s

Viel Spaß beim Anschauen dieser, wie ich finde, sehr wichtigen Dokus! Es ist nämlich wichtig, dass die Wahrheit über die Machenschaften und das Vorgehen der Geldgeber-Troika ans Licht kommt!

 

 

 

 

Sahra Wagenknecht über die Aufgaben und Möglichkeiten für die Europäische Linke

Sahra Wagenknecht auf der 21. Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin am 9. Januar 2016:

So, wie der Euro konstruiert wurde, war er bewusst konstruiert, Lohndumping in Euro-Europa zu befördern. Das war der Hintergrund und war kein Zufall und kein Nebenprodukt. Und das bedeutet aber natürlich für Europa:

Wir haben nicht nur deshalb neoliberale Politik in Europa, weil wir neoliberale Regierungen haben, das ist nur die halbe Wahrheit. Die ganze Wahrheit ist, dass wir auch deshalb neoliberale Politik haben, weil wir neoliberale Verträge und neoliberale Institutionen etabliert haben, die jetzt auch Regierungen, die eigentlich was anderes wollen, Vorschriften machen können und davon auch reichlich Gebrauch machen. Wir haben es doch alle in Griechenland erlebt. Also, in Griechenland ist ja nun der Beweis erbracht worden, dass man heutzutage für Staatsstreiche keine Panzer mehr braucht, sondern dass es reicht, wenn man Mario Draghi an seiner Seite hat und die Banken. So kann man im Grunde eine Regierung, wie zuletzt die eigentlich linke SYRIZA-Regierung in Griechenland, wirklich völlig auflaufen lassen.

Und das heißt natürlich auch, und ich finde, darüber müssen wir als Linke diskutieren, wenn wir über die Aufgaben von Linken in Europa und Deutschland diskutieren: Es gibt ohne einen Plan B in Europa derzeit keine linke Politik. Und die Probleme Griechenlands würden sich genauso in Spanien, in Portugal oder in anderen Ländern stellen, weil die Institutionen so geschaffen wurden, um diesen Regierungen alle Möglichkeiten zu nehmen.“

Greek drama in review – on the Rubin Report

~ New post and actual thoughts from the former greek #Finance Minister Yanis #Varoufakis. He and Dave #Rubin talk about #Greece’s #Financial #Crisis on „The #Rubin #Report“ (Full #Interview) ~

Yanis Varoufakis

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Die Quadriga will Griech*innen aus ihren Wohnungen und Häusern herausschmeißen

Das ist neoliberale Kahlschlagpolitik vom Feinsten…

„Wie viele Menschen sollen jetzt ihr Zuhause verlieren?
Das scheint gerade der wichtigste Streitpunkt zwischen der griechischen Regierung und den Kolonialmächten, auch Quadriga genannt (EU-Komission, EZB, ESM und IWF), zu sein. Wieder einmal wollen die Mächte eine vereinbarte Kredittranche nicht zahlen, weil sie befinden, dass die griechische Regierung nicht alles zu ihrer Zufriedenheit geregelt hat. Dabei hat die Regierung gerade (wie schon einige Male) drastische Kürzungen vorgenommen, Privatisierungen zugestimmt usw. (siehe hier).“

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inveraray03_400x440Wie viele Menschen sollen jetzt ihr Zuhause verlieren?
Das scheint gerade der wichtigste Streitpunkt zwischen der griechischen Regierung und den Kolonialmächten, auch Quadriga genannt (EU-Komission, EZB, ESM und IWF), zu sein. Wieder einmal wollen die Mächte eine vereinbarte Kredittranche nicht zahlen, weil sie befinden, dass die griechische Regierung nicht alles zu ihrer Zufriedenheit geregelt hat. Dabei hat die Regierung gerade (wie schon einige Male) drastische Kürzungen vorgenommen, Privatisierungen zugestimmt usw. (siehe hier).

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„Eulen aus Athen“ – Innovationen und Startups aus Griechenland

Absolut unterstützenswert! ♥

Link zum Blog: http://eulenausathen.com

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