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Kriegsbündnis EU: In der Europäischen Union stehen die Zeichen weiterhin auf Konfrontation mit Russland – Beitrag in der „jungen Welt“ vom 31. März

Politik, Gesellschaft, Umwelt, etc..jpgJeder Krieg hat seine Treiber. Die des Jahres 2018 haben Namen: Theresa May und die beiden Donalds: Trump und Tusk. In einer Art, die langsam an die Julikrise des Jahres 1914 erinnert, stellen sie den Bunsenbrenner unter das, was man bisher als »Kalten Krieg 2.0« bezeichnet und womit man sich immer auch ein bisschen in die Tasche gelogen hat: War alles nicht schön damals, aber es ist letztlich gut gegangen. Wird es schon auch diesmal…

Oder auch nicht. Da zettelt May wegen unbewiesener Vorwürfe eine beispiellose diplomatische Eskalation an – ähnlich wie damals die absteigende Großmacht Österreich-Ungarn. Einstweilen herrscht fröhliches Diplomatenausweisen. Wer feuert mehr? Zuletzt Russland 60 US-Vertreter und vier aus Deutschland. Die EU lässt sich auf eine »bedingungslose Solidarität« mit der Hasardeurin von der Themse ein und vergisst ihre eigenen Regeln.

Wie der EU-Blogger Eric Bonse (LostInEU) am Donnerstag analysierte, verstieß das Verfahren, nach dem inzwischen 18 der 28 Mitgliedsstaaten sich dem Ausweisungsbündnis angeschlossen haben, gegen sämtliche Regeln, die sich die EU für ihre »Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik« gegeben hat: Der für eine Entspannung gegenüber Russland eintretende Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wurde übergangen, statt dessen setzte sich Ratspräsident Tusk an die Spitze der Eskalierer. Den für eine strategische Entscheidung dieser Art vorgesehenen einstimmigen Beschluss aller Mitgliedsstaaten hat es nicht gegeben; statt dessen handelte eine »Koalition der Willigen«, die diejenigen, die die Eskalation nicht von Anfang an mitmachen wollten, unter Druck setzt, im Rahmen der »Geschlossenheit« einer Hammelherde Gefolgschaft zu beweisen.

Die EU kalkuliert womöglich, London die eigene Unentbehrlichkeit gerade für britische Interessen deutlich zu machen und ein neues Argument zu gewinnen, den »Brexit« vielleicht doch noch zu vermeiden. Das macht die Sache nicht besser, sondern eher noch schlimmer. Denn es zeigt sich: Die EU ist gegründet worden, um ruinöse Kriege unter den kapitalistischen Staaten Europas zu vermeiden. Aber eben auch, um ihre Potentiale gegen den strategischen Hauptgegner zu bündeln. Und um in einer Welt, in der sie abzusteigen droht, zu zeigen, dass mit ihr zu rechnen sei, eskaliert sie mit.

Und betätigt sich als Aufrüstungsallianz: Verkehrskommissarin Violeta Bulc kündigte an, bei künftigen Investitionen in Transportinfrastruktur die Bedürfnisse schneller Truppenverlegungen zu berücksichtigen. Denn einstweilen hat der »Westblock« im ehemaligen »Ostblock« ein nicht zu unterschätzendes Problem: Seine Panzer sind zu schwer für die dortigen Brücken und zu sperrig für die meisten Unterführungen. Die waren auf die leichteren Panzer des Warschauer Pakts ausgelegt. Wenn sie im Fall eines westlichen Angriffs unter den 60 Tonnen der »Abrams« oder »Leopard« zusammengebrochen wären, hätte der angenommene Aggressor sich selbst geschädigt. Das Programm »Infrastruktur und Umwelt«, aus dem die EU den Straßen- und Eisenbahnbau in ihrem Osten bezuschusst, darf künftig gern in »Infrastruktur und Kriegsvorbereitung« umbenannt werden.

Gleichzeitig unterzeichnete Polen am Mittwoch mit den USA einen Vertrag über die Lieferung von insgesamt 208 »Patriot«-Raketen. Diese Systeme sind nicht zu verwechseln mit denen, die die USA schon ab diesem Sommer im pommerschen Redzikowo aufstellen wollen und die nach geringen Umrüstungen offensive Marschflugkörper verschießen können. Russland betrachtet dies als strategische Destabilisierung. Dass die »Patriots« nicht vor 2022 geliefert werden sollen, ist dabei kein Trost…

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Hier geht es zum Original-Artikel der jW: https://www.jungewelt.de/m/artikel/329975.kriegsbündnis-eu.html

 

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NSU-Mord an Theodoros Boulgaridis

Die fürchterliche und grausame Geschichte des NSU-Mordes an den griechischstämmigen Schlüsselmacher aus München: Theodoros Boulgaridis… 😦

„Wo stehen wir? Ein Theaterstück über den NSU-Mord an Theodoros Boulgaridis“

Von John Malamatinas, aus Junge Welt, 29.1.2018…

„Die meisten Deutschen kennen Griechenland als Urlaubsort und Pleitestaat, die hiesige griechische Community ist ihnen gänzlich unbekannt. Ein Theaterstück könnte das ändern: Seit dem vergangenen Mai wird in verschiedenen deutschen Städten »Warum musste Theo sterben?« aufgeführt, ein Stück über den NSU, die griechische Migration und die Rolle des Staats.

Im Zentrum steht der Mord an dem Münchner Schlüsselmacher Theodoros Boulgaridis, dem siebten Opfer des NSU. Wie die Hinterbliebenen aller türkischstämmigen Opfer wurde auch Boulgaridis’ Familie durch die Polizeiermittlungen jahrelang stigmatisiert – bis hin zur Zerstörung ihrer sozialen Existenz. »Warum musste Theo sterben?« bringt diese Erfahrungen auf die Bühne und stellt sie in den Mittelpunkt einer Reflexion über Rassismus und die Widersprüche einer als »gut integriert« geltenden Einwanderergruppe.Die meisten Deutschen kennen Griechenland als Urlaubsort und Pleitestaat, die hiesige griechische Community ist ihnen gänzlich unbekannt. Ein Theaterstück könnte das ändern: Seit dem vergangenen Mai wird in verschiedenen deutschen Städten »Warum musste Theo sterben?« aufgeführt, ein Stück über den NSU, die griechische Migration und die Rolle des Staats.
Im Zentrum steht der Mord an dem Münchner Schlüsselmacher Theodoros Boulgaridis, dem siebten Opfer des NSU. Wie die Hinterbliebenen aller türkischstämmigen Opfer wurde auch Boulgaridis’ Familie durch die Polizeiermittlungen jahrelang stigmatisiert – bis hin zur Zerstörung ihrer sozialen Existenz. »Warum musste Theo sterben?« bringt diese Erfahrungen auf die Bühne und stellt sie in den Mittelpunkt einer Reflexion über Rassismus und die Widersprüche einer als »gut integriert« geltenden Einwanderergruppe.“ >>>> weiterlesen auf https://griechenlandsoli.com

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„Wo stehen wir? Ein Theaterstück über den NSU-Mord an Theodoros Boulgaridis“
Von John Malamatinas, Junge Welt, 29.1.2018
„Die meisten Deutschen kennen Griechenland als Urlaubsort und Pleitestaat, die hiesige griechische Community ist ihnen gänzlich unbekannt. Ein Theaterstück könnte das ändern: Seit dem vergangenen Mai wird in verschiedenen deutschen Städten »Warum musste Theo sterben?« aufgeführt, ein Stück über den NSU, die griechische Migration und die Rolle des Staats.
Im Zentrum steht der Mord an dem Münchner Schlüsselmacher Theodoros Boulgaridis, dem siebten Opfer des NSU. Wie die Hinterbliebenen aller türkischstämmigen Opfer wurde auch Boulgaridis’ Familie durch die Polizeiermittlungen jahrelang stigmatisiert – bis hin zur Zerstörung ihrer sozialen Existenz. »Warum musste Theo sterben?« bringt diese Erfahrungen auf die Bühne und stellt sie in den Mittelpunkt einer Reflexion über Rassismus und die Widersprüche einer als »gut integriert« geltenden Einwanderergruppe.Die meisten Deutschen kennen Griechenland als Urlaubsort und Pleitestaat, die hiesige griechische Community ist ihnen gänzlich unbekannt…

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Dank aus Thessaloniki für die Wasser-Petition

Parakalo, Yiorgos! Keine Wasserprivatisierung!

Weder in Griechenland, noch sonstwo innerhalb der EU!

Dank aus Thessaloniki für die Wasser-Petition!

Veröffentlicht am 31. Juli 2017 von georgbrzoska.

Yiorgos Archontopoulos am 21. Februar 2017 in Berlin:

Yiorgos Archontopoulos, der Präsident der Gewerkschaft der Wasserwerke von Thessaloniki (SEEYATH) bedankte sich am 29.07.2017 per Mail für die Unterstützung durch die Petition gegen die Privatisierung des Wassers:

„Liebe FreundInnen und GenossInnen,

Am 19.7. wurden die 190.000 Unterschriften ausgehändigt, die von euch zur Unterstützung unseres Kampfs gesammelt worden sind.

Wir sind dankbar, weil in so einer schwierigen Zeit, in welcher sich unsere Kampagne befindet (die Regierung hat kapituliert und privatisiert ständig, was die meisten von uns zur Verzweiflung geführt hat), hat eure Mobilisierung uns dazu motiviert, weiter zu machen.

Wenn möglich, hätten wir gerne eine Kopie der Ankündigung, welche ihr an Thomas Wieser gegeben habt, sowie ähnliche Unterlagen, die für uns nützlich wären, wie z.B. eine Bestätigung über die Unterschriften. Diese könnten wir dann übersetzen und an die zuständigen Minister für das Wasser abgeben.

Ich finde keine Worte, um meine Gefühle über unsere Erlebnisse mit den Deutschen FreundInnen auszudrücken.

Es ist nicht das erste Mal, dass eure Solidarität uns hilft. Durch eure Mobilisierung für das Wasserreferendum, für VIOME oder für die Sozialpraxis, habt ihr bis heute viel Zeit, Geld und Mühe für uns hier am anderen Ende Europas geopfert.

Ich bin stolz, euch kennengelernt zu haben. Ich weiß, dass ich all das, was ihr uns gegeben habt, niemals zurückzahlen kann. Ich hoffe, ich kann diese Solidarität, die ich von euch erhalten habe, anderen Mitkämpfern rüberbringen, die es so nötig haben.

Gleichzeitig versuche ich allen zu vermitteln, dass Deutschland nicht die Banken, die Weltkonzerne oder Schäuble ist, sondern Deutschland seid ihr, die Menschen.“

Efcharisto!
Yiorgos

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Yiorgos Archontopoulos am 21. Februar 2017 in Berlin

Yiorgos Archontopoulos, der Präsident der Gewerkschaft der Wasserwerke von Thessaloniki (SEEYATH) bedankte sich am 29.07.2017 per Mail für die Unterstützung durch die Petition gegen die Privatisieriung des Wassers:
„Liebe FreundInnen und GenossInnen,
Am 19.7. wurden die 190.000 Unterschriften ausgehändigt, die von euch zur Unterstützung unseres Kampfs gesammelt worden sind.
Wir sind dankbar, weil in so einer schwierigen Zeit, in welcher sich unsere Kampagne befindet (die Regierung hat kapituliert und privatisiert ständig, was die meisten von uns zur Verzweiflung geführt hat), hat eure Mobilisierung uns dazu motiviert, weiter zu machen.
Wenn möglich, hätten wir gerne eine Kopie der Ankündigung, welche ihr an Thomas Wieser gegeben habt, sowie ähnliche Unterlagen, die für uns nützlich wären, wie z.B. eine Bestätigung über die Unterschriften. Diese könnten wir dann übersetzen und an die zuständigen Minister für das Wasser abgeben.
Ich finde keine Worte, um meine Gefühle über…

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Ausbeutung in Griechenland: „Urlaub bis zum Umfallen…“ ~ Artikel aus SPIEGEL ONLINE vom 18. Juli 2017.

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Griechenlands Hoteliers jubeln über Rekordumsätze – bei den Beschäftigten aber kommt wenig davon an. Tarifverträge werden ausgehebelt, Saisonkräfte hausen in Containern. Nun droht Streik zur Hochsaison.

Die griechische Tourismusbranche floriert. In diesem Jahr werden rund 30 Millionen Urlauber erwartet, mehr als jemals zuvor. Statistisch gesehen kommen damit 2017 auf jeden Griechen etwa drei Touristen.

„Jedes Jahr brechen wir neue Rekorde“, sagte Premierminister Alexis Tsipras neulich hocherfreut vor Hotelmanagern. Sein Enthusiasmus ist nachvollziehbar. Der Tourismus wird Griechenland in diesem Jahr voraussichtlich 14 Milliarden Euro aus dem Ausland einbringen – eine überlebenswichtige Stütze für die krisengeschüttelte Wirtschaft des Landes.

Doch den Preis zahlen viele der mehr als 340.000 Beschäftigten der Branche. Die Arbeitstage sind lang, die Gehälter gering. Viele Griechen werden illegal beschäftigt, haben keinen Versicherungsschutz und können leicht gefeuert werden. „Die Rekorde und Gewinne basieren auf überarbeiteten, ausgebeuteten Angestellten, von denen viele umfallen vor Erschöpfung“, sagt Kyriakos Tsaousis, Chef einer Touristik-Gewerkschaft im Norden Griechenlands.

Tourismus- und Gastronomie-Gewerkschaften haben für Donnerstag einen landesweiten Streik angekündigt, um auf die derzeitigen Zustände in der Branche aufmerksam zu machen. Es ist der erste Streik im Tourismussektor seit 2012. Panagiotis Prountzos, Präsident des Dachverbands der Tourismus-Gewerkschaften, glaubt an einen Erfolg des Arbeitskampfs: „Die Arbeitsbedingungen verschlechtern sich so schnell, wir können nicht länger schweigen.“

  • Stagnierende Löhne: Festangestellte haben mehr Sicherheit im Job. Doch auch sie beklagen geringe Gehälter und schlechte Arbeitsbedingungen. Die Löhne wurden 2012 um 15 Prozent gekürzt. Seither stagnieren sie, obwohl die Gewinne der Branche kontinuierlich steigen. Gewerkschaften schätzen, dass sich nur ein Prozent aller griechischen Hotels an Tarifverträge hält. Sie umgehen sie mit zahlreichen Tricks: Tarifabkommen sind verpflichtend nur für Mitglieder von Hotelvereinigungen. Viele Unternehmen ziehen sich deshalb aus den Verbänden zurück. Die größte Vereinigung – Heraklion auf der Insel Kreta – hat sich gerade auf Initiative der Mitglieder selbst aufgelöst. In einigen Hotels müssen inzwischen sogar hochqualifizierte Fachkräfte Verträge als ungelernte Arbeiter unterzeichnen. Sie bekommen nur den Mindestlohn von 586 Euro.
  • Viele Arbeitgeber nutzen Gesetzeslücken aus, um Mitarbeiter billig und zeitlich befristet anzustellen. Das Gesetz sieht Grenzen für vom Staat subventionierte Praktika vor: Sie dürfen nicht mehr als 17 Prozent der Lohnsumme eines Betriebs ausmachen und 40 Praktikanten pro Hotel nicht übersteigen. Viele Arbeitgeber setzen aber mehr ein. Ein Praktikant kostet Hotels nur 187 Euro pro Monat. 
  • Arbeitgeber dürfen Beschäftigten unter 25 Jahren Gehälter unterhalb des Mindestlohns geben. Die Maßnahme war eigentlich dazu gedacht, die Jugendarbeitslosigkeitzu bekämpfen (derzeit 46,6 Prozent). Doch Missbrauch ist einfach, die Regelung erlaubt, junge Arbeitskräfte für gerade einmal 511 Euro pro Monat einzustellen. Gewerkschaften schätzen den Anteil solcher Arbeitsverhältnisse auf mindestens30 Prozent der Gesamtbeschäftigung in der Reisebranche.
  • Ein weiterer Trick besteht darin, ausländische Arbeitskräfte aus Russland oder Osteuropaanzuwerben, über Agenturen in Ländern wie Zypern. Diese „Trainees“ arbeiten Vollzeit, leben in Sammelunterkünften und verdienen monatlich gerade einmal 300 bis 400 Euro. Es ist nicht unüblich, dass selbst in Luxushotels in beliebten Urlaubsorten kaum ein Angestellter Griechisch spricht.
  • Gehälter werden zurückgehalten: Selbst viele profitable Hotels schlagen Kapital aus der Zwangslage vieler Beschäftigter, indem sie die Auszahlung von Gehältern verzögern, teilweise um Monate. Beschwerden darüber sind selten, viele Beschäftigte fürchten Repressalien. Gewerkschaften berichten davon, dass Hoteliers erst Steuern, Sozialabgaben und Lieferanten bezahlen, bevor sie den eigenen Mitarbeitern Geld auszahlen. „Die Botschaft ist klar: Sei froh, dass du überhaupt einen Job hast. Also halt die Klappe, oder wir stellen jemand an deiner Stelle ein“, sagt ein Hotelbediensteter aus Thessaloniki.
  • Verletzung von Gesundheits- und Arbeitsschutzrichtlinien: Angestellte beschreiben erschütternde Zustände, die Rede ist von Gluthitze in den Küchen, fehlenden Schutzausrüstungen, glitschigen Böden und fehlenden Sicherheitsverfahren. Unfälle sind häufig. Die Zahl der Arbeitsunfälle ist von 2009 bis 2016 um 580 Prozent gestiegen.

Der griechische Touristikverband SETE bezog auf am Mittwoch Stellung. „Die Hotelbranche ist in Griechenland der einzige große Arbeitgeber, der drei hintereinander folgende Tarifverträge unterzeichnet hat“, so Verbandspräsident Giannis Retsos gegenüber SPIEGEL ONLINE. Der vereinbarte Mindestlohn liege mit 768 Euro zudem 30 Prozent über den landesweiten Mindestgehältern. Zu den Vorwürfen sagte Retsos, „jeder Fall schlechter Geschäftsführung und jede Verletzung der Arbeitsgesetze ist zu verurteilen“.

Nach Angaben von Gewerkschaftsvertretern und Mitarbeitern gibt es auch Hoteliers, die alle Rechte der Mitarbeiter respektieren. Dabei handele es sich allerdings vor allem um Luxushotels in den Zentren Athen und Thessaloniki. Fünf-Sterne-Häuser machen allerdings nur rund fünf Prozent der etwa 10.000 Hotels in Griechenland aus. Auf sie entfallen weniger als 17 Prozent aller Betten.

In beliebten Tourismuszentren wie Mykonos, Santorin, Korfu oder Rhodos hingegen werden Beschäftigte oft ausgenutzt. Gewerkschaften verzeichnen zahlreiche Beschwerden aus diesen Ferienzentren. Manche Saisonarbeiter können sich keine eigene Unterkunft leisten. Sie leben in Gruppen von bis zu zehn Personen unter der brennenden Sonne in Metallcontainern.

„Die berühmten traumhaften Urlaubsorte“, sagt Gewerkschafter Prountzos, „sind für viele Beschäftigte ein Albtraum.“

Hier geht es zum Original-Link: ➡

http://m.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-wie-die-reisebranche-griechische-beschaeftigte-ausbeutet-a-1158299.html

 

„Ein Gesetz für solidarische Ökonomie“

Wirtschaft geht auch solidarisch!

„Ein Gesetz für solidarische Ökonomie, u.a in Griechenland“

Veröffentlicht am 20. Juni 2017 von georgbrzoska.

Artikel von Margarita Tsomou aus OXI, Juni 2017.

Margarita Tsomou ist Mitherausgeberin des „Missy Magazine“, Kulturarbeiterin und Aktivistin zwischen Deutschland und Griechenland.“

„Seit Jahren befindet sich die griechische Gesellschaft in Transformation – neben Verzweiflung und Arbeitslosigkeit jedoch, hat die Krise auch neue Prozesse angestoßen: in den letzten 5 Jahren ist im Land eine beeindruckende Konjunktur graswurzelbasierter Solidaritätsinitiativen zu beobachten – es boomen die unentgeltlichen Tauschnetzwerke, die Umsonstmärkte, der ökologische Selbstanbau, die Kooperativbetriebe und Selbsthilfenetzwerke.
Lange handelte es sich um ein Feld, das aus inoffiziellen Zusammenschlüssen kleiner und mittlerer Kollektive bestand, die weder eine Rechtsform hatten noch in einen institutionalisierten Rahmen eingeordnet waren. Im Laufe der letzten Jahre jedoch sind diese Initiativen zu dem angewachsen, was man gemeinhin den „dritten Sektor“ nennt: nun beginnt man sich zu professionalisieren und Pionierarbeit zu leisten für den Aufbau der sogenannten SSE (Social Solidarity Economies) – der sozialen Ökonomien, die mittlerweile offiziell 10% des europäischen Wirtschaftsvolumens ausmachen.“

griechenlandsolidarität

Artikel von Margarita Tsomou aus OXI, Juni 2017

margarita_tsomou Foto: privat

„Seit Jahren befindet sich die griechische Gesellschaft in Transformation – neben Verzweiflung und Arbeitslosigkeit jedoch, hat die Krise auch neue Prozesse angestoßen: in den letzten 5 Jahren ist im Land eine beeindruckende Konjunktur graswurzelbasierter Solidaritätsinitiativen zu beobachten – es boomen die unentgeltlichen Tauschnetzwerke, die Umsonstmärkte, der ökologische Selbstanbau, die Kooperativbetriebe und Selbsthilfenetzwerke.
Lange handelte es sich um ein Feld, das aus inoffiziellen Zusammenschlüssen kleiner und mittlerer Kollektive bestand, die weder eine Rechtsform hatten noch in einen institutionalisierten Rahmen eingeordnet waren. Im Laufe der letzten Jahre jedoch sind diese Initiativen zu dem angewachsen, was man gemeinhin den „dritten Sektor“ nennt: nun beginnt man sich zu professionalisieren und Pionierarbeit zu leisten für den Aufbau der sogenannten SSE (Social Solidarity Economies) – der sozialen Ökonomien, die mittlerweile offiziell 10% des europäischen Wirtschaftsvolumens ausmachen.

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[Frankfurt] Zur Lage in Griechenland: Austerität, Verelendung, Widerstand vom 3. Mai bis 5. Juli 2017

Spannende Vortragsreihe in #Frankfurt am Main zur Lage in #Griechenland: #Austerität, Verelendung, Widerstand:

Vom 3. Mai bis 5. Juli 2017.
Veröffentlicht am 12. Juni 2017 von Brian.

„Die Antwort der #EU auf die Krise des internationalen Finanzmarktsystems und der europäischen Währungsunion heißt Austerität. Das hat zu massiven Verwerfungen insbesondere in den südeuropäischen Gesellschaften geführt. In Griechenland verdichtet sich diese Krisenkonstellation auf extreme Weise: autoritäre Steuerungspolitik statt Demokratie und radikaler Abbau von sozialen Bürgerrechten.

Der von der #Troika (EU-Kommission, EZB, IWF) versprochene ökonomische Aufschwung für Griechenland bleibt weiter aus. Die Folgen der neoliberalen „Schock-Doktrin“ sind verheerend: Massenverarmung, Zerschlagung der Daseinsvorsorge, Ausverkauf des Staatseigentums und der kollektive Verlust von Zukunftsperspektiven. Gleichzeitig entwickelte sich in Griechenland eine breite solidarische Bewegung, worauf die linke Partei #SYRIZA ihren Wahlerfolg im Januar 2015 gründete. Trotz des demokratischen Vetos der griechischen Bevölkerung gegen die Politik der Memoranda am 5. Juli 2015, lenkte SYRIZA gegenüber der Troika ein und exekutiert seitdem die #Austeritätspolitik der EU. So steht Griechenland im Frühjahr 2017 gerade aufgrund der „Strukturanpassung“ und des damit institutionalisierten Schuldenregimes weiterhin vor ungelösten sozialen, ökonomischen und politischen Missständen.“ (…)

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

griechenlandsolidarität

Die Antwort der EU auf die Krise des internationalen Finanzmarktsystems und der europäischen Währungsunion heißt Austerität. Das hat zu massiven Verwerfungen insbesondere in den südeuropäischen Gesellschaften geführt. In Griechenland verdichtet sich diese Krisenkonstellation auf extreme Weise: autoritäre Steuerungspolitik statt Demokratie und radikaler Abbau von sozialen Bürgerrechten.

Der von der Troika (EU-Kommission, EZB, IWF) versprochene ökonomische Aufschwung für Griechenland bleibt weiter aus. Die Folgen der neoliberalen „Schock-Doktrin“ sind verheerend: Massenverarmung, Zerschlagung der Daseinsvorsorge, Ausverkauf des Staatseigentums und der kollektive Verlust von Zukunftsperspektiven. Gleichzeitig entwickelte sich in Griechenland eine breite solidarische Bewegung, worauf die linke Partei SYRIZA ihren Wahlerfolg im Januar 2015 gründete. Trotz des demokratischen Vetos der griechischen Bevölkerung gegen die Politik der Memoranda am 5. Juli 2015, lenkte SYRIZA gegenüber der Troika ein und exekutiert seitdem die Austeritätspolitik der EU. So steht Griechenland im Frühjahr 2017 gerade aufgrund der „Strukturanpassung“ und des damit institutionalisierten Schuldenregimes weiterhin vor ungelösten sozialen, ökonomischen…

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[Berlin] Film THIS IS NOT A COUP, Regisseur ist zu Gast, Eröffnung des GRIECHISCHEN SALONS am Donnerstag, 11. Mai 2017

„This is NOT a Coup, or this was not a Coup in Greece…

…it’s just another day in the EU!“

 

THIS IS NOT A COUP (dt. Untertitel) am Donnerstag, 11. Mai 2017, um 19 Uhr im regenbogenKINO, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22. 80 min. Film, anschließend Gespräch mit Filmautor Aris Chatzistefanou aus Athen.

 
Eintritt: 6 €, 5 € für StudentInnen, 4 € für Hartz IV-EmpfängerInnen.

 
Spannend, kritisch, klug:

Nach „Debtocracy“, „Catastroika“ und „Fascism Inc.“ gibt Aris Chatzistefanou auch mit seinem jüngsten, preisgekrönten Film THIS IS NOT A COUP wieder außergewöhnliche Einblicke in die ganz gewöhnliche Politik in Europa.

 
Er und Mitautor Aris Triandafyllou zeigen, wie die EU-Institutionen in Italien, Irland, Zypern und Griechenland Einfluss nehmen, um die Kürzungspolitik durchzusetzen. Sie greifen zurück in die Geschichte und dokumentieren die Rolle großer Banken und Unternehmen bei der Einführung des Euro. Und sie stellen Fragen an die Zukunft: Ist die EU vereinbar mit der Demokratie? Ist sie reformierbar?

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THIS IS NOT A COUP
(dt.
Untertitel) am Donnerstag, 11. Mai 2017, um 19 Uhr
im regenbogenKINO, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22
80 min. Film, anschließend Gespräch mit Filmautor Aris Chatzistefanou aus Athen
Eintritt: 6 €, 5 € für StudentInnen, 4 € für Hartz IV-EmpfängerInnen

Spannend, kritisch, klug: Nach „Debtocracy“, „Catastroika“ und „Fascism Inc.“ gibt Aris Chatzistefanou auch mit seinem jüngsten, preisgekrönten Film THIS IS NOT A COUP wieder außergewöhnliche Einblicke in die ganz gewöhnliche Politik in Europa.
Er und Mitautor Aris Triandafyllou zeigen, wie die EU-Institutionen in Italien, Irland, Zypern und Griechenland Einfluss nehmen, um die Kürzungspolitik durchzusetzen. Sie greifen zurück in die Geschichte und dokumentieren die Rolle großer Banken und Unternehmen bei der Einführung des Euro. Und sie stellen Fragen an die Zukunft: Ist die EU vereinbar mit der Demokratie? Ist sie reformierbar?

Schaut mit, denkt mit, diskutiert mit: Regisseur und Drehbuchautor Aris Chatzistefanou wird zu Gast sein!

Veranstalter:…

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